Profi-Sportler starten Olympia-Protest „Sport for human rights“

By Stefan Pfannmoeller

Pressemitteilung vom 28. März 2008

Profi-Sportler starten Olympia-Protest „Sport for human rights“
Stefan Kretzschmar setzt sich für Menschenrechte in Tibet ein – Profisportler demonstrieren auf Europas größtem Sportnetzwerk

Hunderte deutsche Profisportler demonstrieren auf Europas größtem Online Sportnetzwerk www.netzathleten.de für Menschenrechte und Pressefreiheit in China! Die Massenbewegung, zu der sich innerhalb weniger Tage tausende Sportler spontan auf netzathleten.de zusammengefunden haben, wird während der Olympischen Spiele ihren Protest offen und sichtbar nach außen tragen! An der Spitze des Protests, der die deutsche Sportelite nahezu vollständig vereint, stehen prominente Olympiamedaillengewinner wie Stefan Kretschmar, Dagmar Hase, Katrin Boron und Stefan Pfannmöller.

„Ich wünsche es niemandem, seinen Traum nicht verwirklichen zu können und nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Was in Tibet passiert ist menschenverachtend! Deswegen sollten wir nach China zu den Spielen fahren und dort für die Menschenrechte eintreten ohne unseren Traum aufgeben zu müssen“, sagt Stefan Kretzschmar.

„Wir können als Sportler einfach nicht mehr wegschauen, wenn im Vorfeld der Spiele systematisch Menschenrechte gebrochen werden und die Pressefreiheit mit Füßen getreten wird!“ äußert sich der Olympia-Dritte im Kanu, Stefan Pfannmöller deutlich. „Wir als Sportler tragen eine große Verantwortung und müssen diese auch zeigen. Wenn nicht wir, wer dann?“, sagt der Gründer der Netzathleten Stefan Pfannmöller weiter. Die Sportler werden während der Olympischen Spiele ein blau-grünes Silikonbändchen mit dem Slogan „Sport for human rights“ tragen, um der Welt ihren Protest zu zeigen!

Auch tausende Hobbysportler möchten die Bühne des Sportnetzwerkes nutzen, um ihren Protest für Menschenrechte und Pressefreiheit offen nach außen zu tragen. netzathleten.de ist mit monatlich über 15 Millionen Klicks und weiter ansteigendem Interesse das größte Sportnetzwerk Europas und Sammelpunkt von Profisportlern und Sportbegeisterten im Internet.

Weitere Informationen und Zitate finden Sie im Internet unter www.netzathleten.de und www.sport-for-human-rights.com.

14 Antworten zu „Profi-Sportler starten Olympia-Protest „Sport for human rights““

  1. ticlog sagt:

    Sport für die Menschenrechte

    Die letzten Tage habe ich, wie so viele, die Diskussionen verfolgt ob die Olympischen Spiele 2008 in China nun boykottiert werden sollen, oder nicht. Ich finde sowohl Befürworter als auch Gegner von Boykottmaßnahmen haben gute und nachvollzi…

  2. florianwagner sagt:

    Tolle Initiative, toller Blog! Euer Engagement zeigt, dass das beliebte Vorurteil wonach Sportler unpolitische Opportunisten seien, einfach nicht zutrifft!

    Ich bin für den Boykott der Olympischen Spiele. Warum? Besucht doch einfach mal NOlympia

    http://nolympia.wordpress.com

    Ein Kommentar von Euch wäre übrigens auch echtes Fair Play ;-)

    Danke und viele Grüße

    Flo

  3. CHristian Schnurer sagt:

    Bei der Diskussion um die gewaltsamen Verhinderung des Olympischen Feuers oder dem Abbruch des Fackellaufs sollten vor allem bei deutschen Sportlern bedacht werden, woher dieser Kult kommt.

    Das Prozedere wurde 1936 von dne Großen Deutschen Demagogen entworfen und lebt bis heute weiter, weil es so stimmungsvoll ist. Diese Bilder sind faschistische Zeichen, die im Bezug zu Tibet eine besonde Aktualität entfalten. 1936 wurde ein offensichtlich menschenverachtendes Regime hoffiert und die Show war grandios. Wo ist der unterschied zu 2008?

    Es ist überfällig mit diese Tradition abzuschaffen. Denn Feuer als Zeichen des Friedens zu betrachten ist unter den Umständen zynisch. Ich wünsche Herrn Thomas Bach viel Spaß beim Fackellauf.

    Der Sport ist genauso wie die Kunst kein exterritoriales Gebiet jenseits der Weltpolitik. Ich hoffe, die Athleten sind mutiger als ihre Funktionäre. Ein Armband ist eine erste harmlose Geste.

    Christian Schnurer, Bildhauer

  4. Marcel sagt:

    Es ist schade, dass sich die olympischen Teilnehmer einen Maulkorb auflegen lassen.

    Die Regeln der olympischen Charta wurden schon damals gebrochen, beispiel Berlin als die Nazis die Spiele für Propagandazwecke nutzte. Damals waren es die Nazis heute ist es die nicht weniger schlimme Kommunistische Partei Chinas.

    Es ist heuchlerisch zu behaupten, die Spiele seien nicht mit Politik verbunden. Schon die Vergabe der Spiele an China war ein politischer Entscheid. Eine Olympiateilnahme hat hier sehr mit der moralischen Einstellung zu tun. Was wäre der Mensch ohne Gewissen. Zu sagen, dass man als Sportler die Augen offen halten wird, über die Geschehnisse in Tibet ist schlichtweg zu wenig. Die Chinesen wissen, wie man Massenzensur betreibt und ich befürchte, dass die Sportler nichts mitkriegen werden drum.

    Ich habe schon von einzelnen Sportlern gehört, dass sie nicht an den olympischen Spielen teilnehmen werden. Bravon sage ich nur, dass ist die richtige Entscheidung!

    Das überhaupt die olympischen Spiele stattfinden konnten, kostete viele Chinesen in China ihre Existenz. Sie mussten den grossen Bauten platz machen. Und vergessen wir nicht die Tibeter und Uiguren die Tag für Tag leiden wegen der chinesischen Unterdrückung. Zurzeit sind keine westlichen Reporter vor Ort, das heisst die Chineische Regierung kann mit den Mönchen und den Tibetern machen was sie wollen, sprich Erschiessen, Foltern, Verhungern lassen, Psychologische Folter.

    Das tibetische Volk leidet nun seit über 50 Jahren. Es werden Jahr für Jahr, oder Monat für Monat mehr Han-Chinesen nach Tibet umgesiedelt mit dem Ziel die tibetische Minderheit weiter zu schwächen. Sodass schlussendlich nur noch Chinesen in Tibet leben. Tibeter werden als Rasse 2. Klasse behandelt, den Rest brauch ich euch nicht zu erzählen, am besten ihr reist selber mal nach Tibet!

    Dieses Armbändchen ist zwar schön anzusehen, aussagen oder bringen tut es gar nichts. Es ist schade, dass nicht einmal ihr Sportler die Zivilcourage habt einen Boykott durchzuführen. Merkt ihr nicht wie man euch benutzt?

    Wenn ihr euch wirklich für einen Boykott entschliessen würdet und diesen entschlossen durchführen würdet, würde das sehr viel bewirken und Synergien schaffen. Es würde dem tibetischen Volk wieder mehr Hoffnung geben und Kraft (i.d.S. Wir sind nicht allein) Ausserdem könnte man China damit auch unmissverständlich klar machen, dass es jetzt reicht mit den Menschenrechtsverletzungen und euer Handeln würde auch andere wie z.B. Politiker, Organisationen motivieren.

    Ich weiss, dass auch ihr euer täglich Brot verdienen müsst mit dem Sport aber doch nicht so. Nicht in einem Land das die Menschenrechte der Tibeter so brutal unterdrückt.

    Bitte hört auf euer Gewissen und Verstand und nehmt nicht an den Spielen teil.

    FREE TIBET!!!

    Hoffnungsvoll

    Marcel

  5. Peter sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich Menschen bedingungslos für Tibet einsetzen, ohne die dortige Lage, die Kultur und den tibetischen Buddhismus zu kennen.
    Wieso ausgerechnet Tibet? Wieso nicht die Menschenrechtsverletzungen in China allgemein?

    Die Antwort liegt auf der Hand: Das Thema „Freies Tibet“ wurde uns in den letzten Jahrzehnten durch gutes Marketing und PR ins Hinterbewusstsein hineinsuggeriert. Dies ist nicht zuletzt den prominenten Unterstüztern zu verdanken, die in den tibetischen Buddhismus eine schicke alternative Glaubensrichtung gefunden haben. Wer heute „Free Tibet“ unterstützt ist einfach IN und poliert das eigene Image auf. Deswegen melden sich in letzter Zeit vermehrt Politiker zu Wort. Doch wieviel Wissen sich hinter den Äusserungen verbirgt, ist mehr als fraglich.

    Die Ursache für die Hingabe zu Tibet liegt auch darin, dass es im Westen ein grundsätzliches Missverständnis über den tibetischen Buddhismus gibt. Es ist vielen Menschen nicht bewusst, dass der tibetische Buddhismus im Gegensatz zu den vielen anderen Formen, keineswegs gewaltlos ist. Dies äusserte sich in früheren Tagen dadurch, dass die Mönche, die einer höheren Klasse angehörten, Sklaven hielten und diese nach eigenem Ermessen bestrafen durften. Der tibetische Buddhismus ist auch sehr an das tibetische Volk gebunden und akzeptiert keine anderen Religionen und ethnische Gruppen. Und entgegen zahlreicher heutiger Behauptungen ist der Dalai Lama nicht nur geistiges Oberhaupt, sondern erhebt durchaus Anspruch auf die politische Führung, weswegen auch solche Prunkbauten für den Dalai Lama erbaut wurden, was für andere buddhistische Formen mehr als aussergewöhnlich ist.

    Das alles mag für uns unglaublich klingen, wir, die doch nur das Bild vom friedlichen buddhistischen Mönch kennen, der sich durch Gewaltlosigkeit und Akzeptanz auszeichnet. Dieses Vorurteil ist auch die Ursache dafür, weswegen wir die akuelle Berichterstattung über einen angeblichen Niederschlag friedlicher Demonstranten in Tibet unkritisch aufnehmen und nicht weiter hinterfragen. Fakt ist, dass die Tibet-Unterstützer, die sich jetzt zu Wort melden, schwer bewaffnete Kriminelle unterstützen, die noch vor wenigen Wochen durch die Straßen Lhasas zogen, um gezielt Menschen anzugreifen, die aus anderen Teilen Chinas stammen (sog. Han-Chinesen und islamische Minderheiten).

    Manipulation der Medien ist auf beiden Seiten vorhanden. Wir müssen uns nur darüber bewusst werden, was zur Zeit keineswegs der Fall ist! Um eine eigene Recherche in dieser Sache werden wir alle nicht herumkommen.

  6. Armin Appel sagt:

    Ich finde diese Aktion mit dem Silikonbändchen eine gute Idee. So tragen die Sportler ihre Meinung jeder Zeit sichtbar an sich. Ich selber war 2007 in Peking auf einer WM im Motorschirmfliegen, und ganz ehrlich mir war’s damals nicht bewusst, das man hier ja für die Menschenrecht protestieren muss. Sorry, so eine kleine WM einer Randsportart steht nun mal nicht so im Focus wie die Olympischen Spiele. Ich glaube dass bei Olympia 2008 ein grosser Teil der politischen Verantwortung auf die Sportler „abgeladen“ wird. Einen Boykott halte ich nicht für Sinnvoll. Man sollte eher den Dialog mit den Chinesen suchen. Einen Dialog über den Sport. Wenn man dann noch ein unausweichliches politisches Zeichen an sich Trägt, dann hat man in China schon mal seine Meinung geäussert.
    Ich frage mich, wieso sich die ganze Welt derzeit nur über die Menschenrechte in China aufregt. Warum nicht über die emense Luft und Umweltverschmutzung, über die masslose Ausbeutung der Energie und Rohstoffvorräte?? Ich für meinen Teil finde einen Protest der Olympiateilnehmer super. Allerdings muss man dazu auch nach China gehen um in China für Menschenrechte zu protestieren.

  7. Marcel sagt:

    @Peter ich kenne die Lage in Tibet. Denn ich war schliesslich mal dort. Ausserdem, hättest du meinen Text aufmerksamer gelesen wüsstest du, dass es sowohl um die Menschenrechte der Chinesen in China als auch um die Menschrechte in Tibet für die Tibeter geht.

    Wenn du schon über den tibetischen Buddhismus herziehst und dabei die Mönche kritisierst, solltest du Quellenangaben machen, die deinee Aussagen bestätigen. Denn Behauptungen sind hier fehl am Platz.

    Mmh..schwer bewaffnete Kriminelle wie kommst du drauf? Die einzigen schwer bewaffneten Kriminellen sind die Chinesische Polizei und das Militär, wobei ich sie nicht mal als Polizisten bezeichnen würde. Mehr als Schlägertypen und Metzger.

    Manipulation der Medien ist auf beiden Seiten vorhanden das ist klar, dennoch gibt es hier im Westen objektiv berichtende Medien und weniger objektiv berichtende Medien. Aber steht diese Manipulation von westlichen Medien überhaupt in einem Verhältnis zur chineischen Manipulation? Ich glaube nicht, ausserdem vergessen wir nicht, wer der UNO-Sonderbeauftragten keine EInreisegenehmigung erteilt hat und wer sämtliche westliche Reporter rausgeworfen hat…

  8. Marcello sagt:

    Ich glaube es wäre wichtig, dass sich jeder dieses Video anschaut um die SItuation in Tibet zu sehen.

    http://video.google.ca/videoplay?docid=7982410976871193492

  9. Jens sagt:

    Ich habe ein Problem!

    Mitnichten mit den Menschenrechten, aber mit der „Kampagne“, die der Zeit läuft, denn sie ist in meinen Augen alles andere als spontan. Ich frage mich die ganze Zeit, warum die Tibet-Frage erst nach 50 (fünfzig) Jahren so „offensiv“ und in meinen Augen demagogisch und polemisch angesprochen wurde. Im gleichem Atemzug verschwanden diverse andere Probleme im sogenannten Papierkorb, als wenn Menschenrechte nicht für Iraker, Nigerianer, Mexikaner, Saudis etc. gelten würden.
    Ich habe dabei kein gutes Gefühl, so sehr ich auch den Tibetern ihre Rechte nicht absprechen mag. Menschenrechte sind für mich etwas universelles und damit unteilbares und deshalb stellt sich mir die Frage, warum nicht Politik, Wirtschaft, NGO´s gleichermaßen an einem Strick ziehen.
    Oder sollte ich die UNO-Charta der Menschenrechte missverstanden haben!?

  10. Matthias Heise sagt:

    also ich finde, dass die olympische Charta vielleicht überarbeitet werden sollte. Den Sportler sollte schon das Recht auf freie Meinungsäußerung gewährt werden ohne die drohende Repressalie eines Ausschlusses oder ähnliches befürchten zu müssen. Diejenigen, die einen Boykott fordern bringen die Leistungssportler zum einen um eines der höchsten Ziele im Sport: die Teilnahme bei Olympischen Spielen. zum anderen ist es aus meiner Sicht ein Armutszeugnis der Politik und nahezu unverschämt von Sportlern die Verbesserung der Menschenrechte in China einzufordern. Mir persönlich imponieren diejenigen Spitzensportler, die in Peking um Medaillen kämpfen, aber sich nicht in die Propaganda der Organisatoren einbeziehen lassen. Also zum Beispiel von der Eröffnung fernbleiben. Wenn es wirklich eine Gegenfete im olympischen Dorf geben sollte / kann, fände ich das ein Supersignal.

  11. Marko sagt:

    Ohne die Lage im Tibet verharmlosen und die Rolle Chinas beschönigen zu wollen, will ich hier eine Lanze für die olympischen Spiele 2008 in Peking brechen.

    Versetzt euch doch mal in die Situation der Sportler, die sich über Jahre auf Olympia vorbereiten, mit Mühe qualifizieren und vielleicht nur diese eine Chance auf Olympia haben! Und jetzt sollen Sie auf die Eröffnungsfeier oder gar die Spiele generell verzichten, weil durch Medien und Populisten das Thema Tibet ins Spiel gebracht wird?!

    Die Zustände in Tibet sind doch nicht neu. Wer hat denn die Spiele nach Peking vergeben und mit welchem Ziel? Da ging es doch wie bei Allem in dieser Welt um Geld, denn das Olympia genau wie Weltmeisterschaften etc. Geldmaschinen sind, ist ja bekannt.

    Die Funktionäre der Länder tüfteln jetzt an Verhaltensregeln für die Sportler und wollen denen sagen, was sie machen sollen.

    Ich sage den Sportlern – fahrt zu den Spielen, nehmt an allen Veranstaltungen teil und genießt diese Spiele!
    Oder glaubt irgendjemand, daß die Funtionäre von NOK oder IOC sich den Spass nehmen lassen?

    Und warum, bitte schön, sollen ausnahmslos die Sportler ihren Protest vorbringen und Nachteile in Kauf nehmen?
    Hat jemand unsere Außenpolitiker gegenüber China Klartext reden hören? Hat irgendein deutscher Konzern, der wirtschaftliche Interessen in China verfolgt, einen einzigen Euro aufs Spiel gesetzt, indem er gegen das Vorgehen Chinas sein Wort erhob?

    Selbst wenn, glaubt jemand, daß sich unsere europäischen Nachbarn anschließen würden – mitnichten! Die Lücken würden sie mit Freude schließen!

    Und hat sich mal jemand Gedanken um die vielen Chinesen gemacht, für die es eine einmalige Chance und Auszeichnung ist, an den Spielen als Helfer oder gar Teilnehmer bei der Eröffnungsveranstaltung teilzunehmen? Diese Menschen haben keinen Anteil an den Vorgängen in China. Die würden genauso ungerecht von einem Boykott getroffen wie unsere Sportler!

    Bleibt mal schön bei der Trennung von Sport und Politik. Die Politiker lassen sich schließlich von den Sportlern auch nicht ins Geschäft reden. Und diese Mahner und Tibetfreunde sind doch zu einem großen Teil nur Trittbrettfahrer, die sich jetzt durch Tibet ins Rampenlicht bringen wollen und die Sportler vor ihren Wagen spannen.

    Sport frei!

  12. pritzl sagt:

    Stimme Marcel komplett zu. Und es ist naiv, zu glauben, Sport und Politik seien im Zeitalter der totalen Kommerzialisierung voneinander zu trennen. Die Idee mit dem Silikonbändchen ist niedlich, nur kann ich mich nicht des Eindrcks erwehren, dass sie etwas von einer Alibiaktion hat und daher genauso wirkungslose Beschwichtigungs-PR ist, wie man sie in den letzten Wochen von den Polit- und Sportfunktionären gehört hat. Den Dialog zu suchen hieß übrigens in nden 30er Jahren „Apeasementpolitik“…

    Wer ein Zeichen setzen will, muss die Parallele zwischen 1936 und 2008 ziehen. Warum dies nicht schon längst passiert ist? Offenbar fühlen sich deutsche Politiker, Funktionäre und Bürger in der Restrospektive mit akzeptieren Betroffenheitsriten (im Blick auf die Shoa, die ohne Zweifel niemals aus dem Bewußtsein der BRD geraten darf) am wohlsten. Leider ist es aber auch sehr einfach und bequem, weil man (politisch korrekt) niemanden in seiner politischen Lethargie stört.

    Das bedeutet aber auch, nichts aus der Geschichte gelernt zu haben und das ist für unser Land, das die olympische Idee vor 72 „vergewaltigte“ das wirklich Traurige dieser Debatte.

    Vielleicht hat der ein oder andere Lust, sich ein Video dazu anzusehen oder zu diskutieren. Ist unter

    http://de.youtube.com/watch?v=Nbku2QaD6XU

    eingestellt. Und vielleicht schickt der ein oder andere es ja an Interessierte weiter. Es gibt 3 Sprachfassungen, so dass es auch an die internationale Sportlercommunity gesandt werden könnte.

    Danke

  13. Marcello Meili sagt:

    Proteste gab es seitens der Tibeter schon seit jeher und nicht erst seit Bekanntgabe des Gastgeberlandes.
    Nach der Bekanntgabe wurden die Proteste intensiver.

    Man hat mit der Vergabe klare Ziele verfolgt (1.4 Mia. Menschen, Einschaltsquoten???) ob sie nun finanziell waren oder nicht, jedoch auch Forderungen gestellt bezüglich Einhaltung der Menschenrechte. Diesen Forderungen ist China klar nicht nachgekommen, was sich schon darin zeigt, dass Häuser abgerissen und Existenzen zerstört werden nur um den olympischen Bauten platz zu machen.

    Man sagt stets Tibet habe eine starke Lobby und ein gutes Marketing -ja, aber das trifft auch auf China zu. China hat einfach den entscheidenden Vorteil, es ist eine Wirtschaftsmacht.

    Die Chinesen werfen den Tibetern vor Sie wären Scheinheilige, weil sie nicht eine einheitliche Meinung vertreten, resp. die des Dalai Lamas nach Autonomie, sondern für eine komplette Abspaltung Tibets von China einstehen.
    Aber genau das ist es doch, was unsere Demokratie ausmacht.
    Man muss nicht gleicher Meinung sein, um akzeptiert zu werden.
    Zusätzlich werfen die Chinesen den Tibetern vor, Terroristen zu sein, ja ihr habt klar gehört „Terroristen“. Wenn die Tibeter Terroristen wären, würden bestimmt täglich irgendwelche Autos in die Luft gehen, Läden, usw. Man vergleiche mit Palästina/Israel. Ich finde das eine krasse Übertreibung Tibeter mit Terroristen gleichzusetzen.

    Schliesslich gebe ich euch Recht, die Sportler können und müssen nicht ausbaden, wozu die Politiker oder Wirtschaftsleute nicht im Stande waren oder sind. Ich glaube jedoch auch das in der Tibetfrage so kurz vor Olympia keine Einigung ersichtlich ist.

    Dennoch werde ich im August an dem die Spiele stattfinden, nicht zuschauen evtl. den Fernseher ganz auslassen und zwar aus Solidarität gegenüber Menschen denen es vor, während und nach den Spielen immer noch gleich ergeht.

  14. better » Blog Archive » Was sagen Sie denn dazu? sagt:

    [...] for Human Rights und ihrem Blog Bookmark It Hide Sites [...]

Eine Antwort schreiben